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nua-news 4. Ausgabe: April-Juni 1999 |
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Auf dieser Seite befinden sich insbesondere für Christen interessante Informationen zum aktuellen Zeitgeschehen (es erscheinen mitunter während des laufenden Monats neue Artikel). |
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zum news-Archiv 1999: |Jan||Febr||März| |
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Die Übersicht: - Buddhisten-Priester bekehrt sich nach 25 Jahren Dienst zu CHRISTUS - In Schule und TV: Attacke auf die geschlechtliche Identität bei Kindern - Mega-Trend Spiritualismus - Laufen Evangelikale den Katholiken blind in die Arme? - “Jesus 2000” - Der Schulterschluss der Charismatiker - Evangelische Kirche verkommt zur Service-Station des Zeitgeistes - Christenheit zunehmend auf Rom-Kurs - 28. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart - ein Greuel - Justizkampagne gegen Dr. Johannes Lerle wird fortgesetzt ________________________________________ |
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Buddhisten-Priester bekehrt sich nach 25 Jahren aktiven Götzendienstes zu JESUS CHRISTUS Nach 25jähriger Tätigkeit als Priester ist im letzten Jahr ein japanischer Buddhisten-Priester Christ geworden. Am 22. November 1998 ließ er sich im Evangeliumszentrum in Miyota (Japan) taufen. In einem persönlichen Zeugnis in der Zeitschrift “Die Wegweisung” (3/99), die von den sog. “Brüderversammlungen” herausgegeben wird, schildert er eine Seite des Buddhismus, die im Westen kaum Beachtung findet. Die meisten buddhistischen Priester wüssten genau, dass niemand durch den Buddhismus gerettet wird oder inneren Frieden finden kann. Der einfache buddhistische Gläubige könne kaum durchschauen, was hinter dem Vorhang der Priester-Kaste wirklich gespielt werde. 99,9% der Priester gehe es sowieso nur ums Geldverdienen. Das sei in Wirklichkeit sogar das einzige Motiv, um dieser Tätigkeit nachzugehen. Als junger Buddhist habe er sich in ein Forschungszentrum begeben, um dort noch mehr im Buddhismus zu forschen: “Mein Studium und die Suche nach Wahrheit war ein Zustand der Hölle: Man streckt sich aus und bekommt doch nichts.” Heute, nach seiner Bekehrung zu JESUS CHRISTUS, sagt der ehemalige Buddhisten-Priester: “Ich musste erkennen, dass 25 Jahre Studium im Buddhismus völlig vergeblich waren [...] Im Buddhismus muss man sich immer anstrengen. Bei dem HERRN JESUS ist das anders [...] Ich bin zutiefst überzeugt: Retten kann nur der HERR JESUS, außer IHM gibt es kein Heil und keine Rettung.” (Quelle: TOPIC Nr. 4/99) |
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In Schule und Medien: Attacke auf das geschlechtliche Rollenverständnis bei Kindern Nach einem neuen Lehrplan im deutschen Bundesland Hamburg sollen sich bereits Erst- und Zweitklässler mit Homosexualität beschäftigen. Die Rot-Grüne Regierung möchte so früh wie möglich Vorurteile gegenüber Homosexuellen abbauen helfen. Die neuen Schulpläne sehen daher vor, dass sich Sechs- und Siebenjährige mit “hetero- und homoerotischen Spielen” beschäftigen sollen. Rollenspiele, Phantasiereisen, Fragebögen und Talkshows sollen über gleichgeschlechtliche Liebe aufklären. In der Sekundarstufe I (7. bis 10. Klasse) wird das Thema Homosexualität noch vertieft, um “sich über die gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung klar zu werden”. Auch in dem von Rot-Grün regierten Nordrhein-Westfalen will man auf das Rollenverständnis von Kindern Einfluss nehmen. Das Bildungsministerium bietet jeder Schule 1.500,-- DM für Projekttage und Wochenendseminare an. Darin sollen junge Männer im Rahmen von Konfliktbewältigungs- und Selbstfindungskursen in Frauenkleider schlüpfen und lernen, sich weiblich zu fühlen. “Wir wollen Jungen die Möglichkeit geben, ihre sanften und sensiblen Seiten auszuleben”, so die zuständige Schulministerialrätin Marie Luise Tolle zu der Köllner Zeitung “Expreß”. Einfluss auf das Rollenverständnis der Kinder wird möglicherweise auch eine neue TV-Kinderserie nehmen: die “Teletubbies”. In der Serie, die seit Ende März im Kinderkanal von ARD und ZDF zu sehen ist, tritt eine Hauptperson mit Namen “Tinky Winky” auf. Er ist ein Junge, trägt lila Strampler und eine Damen-Handtasche. In Großbritannien sorgte die Serie auch noch aus anderen Gründen für heiße Diskussionen. Insgesamt betrachtet, ist inzwischen eine Riege von “Erziehern” am Ruder, die ein ganz bestimmtes Menschenbild durchsetzen will. Es ist unnatürlich und widerstrebt völlig den ewig gültigen Ordnungen GOTTES. (Quelle: TOPIC Nr. 4/99) |
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Mega-Trend Spiritualismus Der Hunger nach Spiritualität ist der Mega-Trend der Zeit. Diese Auffassung vertrat der katholische Wiener Pastoraltheologe und Religionssoziologe Paul Zulehner auf einem Symposium zum Thema “Junge Menschen an der Zeitenwende”. Selbst im Ostblock gebe es eine Re-Spiritualisierung. Die führende deutsche Psychologie-Zeitschrift “Psychologie heute” widmete dem Thema “Spiritualität” in ihrer Juni-Ausgabe die Titel-Geschichte. “Spiritualität”, so die Zeitschrift, “definiert heute den euro-amerikanischen Zeitgeist - vor allem in den USA gehört `Spirituellsein´ längst zu den gesellschaftlich erwünschten Eigenschaften.” Aber was bedeutet “Spirituellsein”? “Psychologie heute” erklärt das so: “Spiritualität ist die besondere, im überkonfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung auf das All-Eine, das umgreifende Sein, das den Menschen als unfassbares `Geistiges´ (spiritus) erscheint [...] Es gibt für dieses Eine viele Namen und Bewusstseinsformen: Gott, Gottheit, Tao, Brahman, Maha-Atma, Shunyata, Großer Geist, Pneuma, Prajna, Maha-Purusha als absolutes Bewusstsein...” Der Königsweg, um dieses “All-Eine” zu erreichen, sei die Meditation. Erstmalig in Deutschland weist eine führende Zeitschrift auf erhebliche Gefahren bei meditativen Praktiken hin und untermauert dies mit Fallbeispielen. “Psychologie heute”: “Vor allem anfällige oder schwache Individuen werden von einem `Führer´ abhängig, wobei sie in Isolation, Einsamkeit, Angst oder Depressionen geraten und eine ernsthafte Ich-Störung entwickeln können.” Vor gefährlichen Auswirkungen der Meditation warnt auch der hannoverische Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Reinhard Franzke. Franzke gibt auf Spendenbasis eine Info-Schrift-Reihe heraus, die sich mit Themen aus dem esoterischen/ okkulten Bereich beschäftigt. Bisher sind vier “Anti-Okkultismus-Infos” erschienen, u.a. zu den Themen “Kinesiologie”, “Entspannungsübungen” und - ganz neu - zum Thema “Meditation”. Die “Anti-Okkultismus-Infos” können kostenlos bestellt werden bei: Faith-Center Hannover, Wunstorfer Str. 57, D-30453 Hannover, Tel. 0511-2110040. (Quelle: TOPIC Nr. 6/99) |
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Evangelisation 2000: Laufen Evangelikale den Katholiken blind in die Arme? Führende Repräsentanten der Weltweiten Evangelischen Allianz, des Lausanner Komitees für Weltevangelisation und der Missionsbewegung “AD2000” vereinbarten im März 1999 ein “globales Forum” zu bilden. Damit möchte man den missionarischen Herausforderungen des neuen Jahrtausends besser begegnen. Das Lausanner Komitee für Weltevangelisation entstand 1974 aufgrund einer Initiative von Billy Graham. Heute verbindet die Organisation christliche Führungspersönlichkeiten rund um den Erdball, deren besonderes Anliegen Mission und Weltevangelisation ist. “AD2000”, auch unter der Bezeichnung AD2000 & Beyond (Jahr 2000 und darüber hinaus) bekannt, wurde im Januar 1989 in Singapur aus der Taufe gehoben. Über 300 kirchliche Mitarbeiter aus über 50 Nationen dachten über Weltevangelisation bis zum Jahr 2000 nach. “AD2000” versucht seitdem, verschiedene globale Konzepte für Evangelisation im evangelikalen Lager zu koordinieren. Gleich vom Start weg nahmen Charismatiker die Bewegung unter ihre Fittiche. Führer aus der (pseudo-) Charismatischen Bewegung wie Floyd McClung, Vinson Synan oder Roger Foster hatten oder haben immer noch entscheidende Schlüsselpositionen inne. Einer der eifrigsten Aktivisten bei “AD2000”, gleichzeitig auch als Koordinator der Bewegung tätig, ist der Professor für Gemeindewachstum am Fuller Theological Seminary in Pasadena (USA), C.P. Wagner. Der Amerikaner erhielt seinerzeit von John Wimber seine “Geistestaufe” und ist einer der Hauptverfechter der “Geistlichen Kriegsführung”. Über einen Kongress von “AD2000” aus dem Jahr 1995 schrieb der jetzige Direktor der Pilgermission St. Chrischona, Karl Albietz, damals als Teilnehmer dabei: “Es war ein stark charismatisch geprägter Kongress [...] Man übte sich in Anbetung nach bekanntem charismatischen Muster und ging dann gleich zu strategischen Fragen über.” Was “AD2000” für die evangelikale Welt, ist “Evangelisation 2000” für die katholische. Die Aktion ist eine Reaktion auf mehrere Aufrufe von Papst Woityla in den achtziger Jahren zu einer “Neuen Evangelisation” in der Erwartung des Jahres 2000. Der Papst hoffte damals, zum “Geburtstag” von Jesus Christus im Jahr 2000 eine halbwegs christianisierte Welt als “Geburtstagsgeschenk” vorlegen zu können. Am 23.06.1987 empfing “Evangelisation 2000” in einer Privatmesse den päpstlichen Segen. Chefkoordinator von “Evangelisation 2000” ist der katholische Priester Tom Forrest. Er untersteht direkt dem vatikanischen Sekretariat für christliche Einheit. Bis 1984 war Forrest Leiter des Internationalen Rates der Katholisch-Charismatischen Erneuerung. Der katholische Priester pflegte stets gute Kontakte zu seinen (pseudo-) charismatischen Glaubensbrüdern im evangelikalen Lager. Nach Erkenntnissen von Wolfgang Bühne, einem ausgewiesenen Kenner der katholischen wie charismatischen Szene, “treten Führer von `Evangelisation 2000´ und `AD2000´ auf großen internationalen, charismatischen Kongressen gemeinsam auf, um ihre Ziele vorzustellen und voranzutreiben.” Das Charismatiker-Gespann Forrest und Wagner fungiert dabei gern als Speerspitze. Nach Aussage von Michael de Semlyen, Autor des Buches “Alle Wege führen nach Rom”, hat “AD2000”-Aktivist Vinson Synan mehrfach dem Vatikan signalisiert, dass man mit Rom in dem Plan vereint stehe, die Welt zu evangelisieren. Nicht nur bei “AD2000”, sondern auch bei der ihr nahestehenden “Jesus-Marsch-Bewegung” sind es stets Charismatiker, die die Brücke zum Katholizismus schlagen. So waren es auch Charismatiker, die überhaupt die ersten protestantisch-katholischen Konferenzen veranstalteten und sich gegenseitig als Christen anerkannten. Doch geht es bei “Evangelisation 2000” wirklich um die befreiende Botschaft des biblischen Evangeliums, oder ist es in Wirklichkeit ein getarntes Katholisierungsprogramm? Tom Forrest äußerte sich in einem Workshop nur für Katholiken auf einer Konferenz 1990 in Indianapolis (USA) über das (eigentliche?) Ziel von “Evangelisation 2000” so: “Meine Aufgabe, meine Rolle, unsere Rolle in der Evangelisation ist nicht allein, Menschen zu Christen zu machen. Unsere Aufgabe ist es, sie in so reichem und vollem Sinn christlich zu machen, wie wir können, indem wir sie in die Katholische Kirche bringen.” Durch die Entscheidung, sich mit “AD2000” zu verbünden, bewegen sich “Allianzler” und “Lausanner” ein Stück weit auf Rom zu. Ein nächster “sinnvoller” Schritt wäre, Evangelikale und Katholiken in puncto Evangelisation “kurzzuschließen” - folgend dem Slogan “Lehre trennt, Dienst vereint!” Für Kardinal Cassidy, Präsident des Päpstlichen Rates der Einheit der Christen, scheinen die Signale schon gestellt. Er sagte vor kurzem: “Im neuen Jahrtausend müssen Evangelikale und Katholiken gemeinsam Südamerika evangelisieren.” Europa erwähnte er dabei nicht - nocht nicht! (Quelle: TOPIC Nr. 4/99) |
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“Jesus 2000” - Der Schulterschluss der Charismatiker |
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(nach einem Bericht von Wolfgang Bühne, Meinerzhagen - aus: fest und treu 2/99, Nr. 86 - Jg. 1999) Eindrücke von dem “Kongress Charismatischer Bewegungen in Deutschland” vom 13.-16. Mai 1999 in Nürnberg 1. Zahlen Zu diesem bisher größten Kongress Charismatischer Bewegungen in Deutschland kamen etwa 4.000 Besucher, darunter ca. 750 Kinder und Jugendliche, für die in separaten Räumen ein Programm stattfand. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, wobei die Bayern den erstaunlich hohen Prozentsatz von 40% ausmachten. Die jüngere Generation war nicht so stark vertreten, die meisten Teilnehmer schienen zwischen 30 und 50 Jahre alt zu sein. Obwohl zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus den neueren und teilweise extrem-charismatischen Gruppen als Redner und Seminarleiter anwesend waren (darunter Peter Wenz, Walter Heidenreich, Hermann Riefle, Rudi Pinke, Gerri Keller, Martin Dreyer usw.), kam der überwiegende Teil der Besucher aus der katholischen und evangelischen Kirche - etwa 80%. Dementsprechend war die Atmosphäre auch weniger emotional als auf früheren Kongressen in der gleichen Frankenhalle. Die Kongressgebühren betrugen für die drei Tage zwischen DM 160,-- und DM 230,--, für eine Tageskarte musste man DM 70,-- bezahlen. 2. Hauptredner Als Hauptreferent wurde Nicky Gumbel aus London vorgestellt, der die “Alpha-Kurs-Arbeit” in Großbritanien leitet, die inzwischen eine weltweite Verbreitung gefunden hat und von vielen Konfessionen eingesetzt wird. Ein weiterer Redner, der den Kongress aus meiner Sicht entscheidend prägte, war der Prediger des Vatikans (!) - Raniero Cantalamessa -, der als Repräsentant des Vatikans und der katholischen Erneuerung am Freitag eine Rede hielt, die mit minutenlangem Beifall bedacht wurde. Zu erwähnen wäre auch noch Pfarrer Gerri Keller aus Winterthur, der Leiter der “Schleife”, einem charismatischen Zentrum in der Schweiz, der am ersten Abend einen Rückblick auf 30 Jahre Charismatische Bewegung im deutschsprachigen Raum hielt und dessen Predigt über Offb. 1,9-20 erstaunlich selbstkritische Töne enthielt. Hätte er nicht im Anschluss an seine Ansprache einen “Zungengesang” angestimmt, hätte man sich von der Atmosphäre her fast wie auf einer evangelikalen Konferenz fühlen können. 3. “Verschieden - aber versöhnt” Höhepunkt des Kongresses war sicher der symbolische Versöhnungsakt am Freitag, der im Anschluss an die Vorträge von Ingolf Ellßel, dem Präses der Pfingstgemeinden, und Pater Cantalamessa als eine “prophetische Handlung” vollzogen wurde. Während 1991 an dieser Stelle der “Schulterschluss der Evangelikalen und Charismatiker” demonstriert wurde, sollte jetzt die Einheit der Charismatiker innerhalb der verschiedenen Konfessionen proklamiert werden. Zu diesem Zweck trat je ein Repräsentant der verschiedenen Kirchen auf die Bühne. Nach einem Sündenbekenntnis salbte nun jeder seinen Nachbarn mit Öl in Form eines Kreuzzeichens, um die “versöhnte Verschiedenheit” zu demonstrieren. 4. Neue Töne Im Gegensatz zu früheren Konferenzen trat man bescheidener auf. Sätze wie “Gott hat einen Fuß auf London und einen Fuß auf Berlin gestellt” waren hier nicht zu hören. Statt dessen wurde geäußert, die Charismatische Bewegung habe einen “Reifeprozess” durchgemacht (G. Keller). Im Gegensatz zur ursprünglichen Strategie der Charismatischen Bewegung äußerte Wolfgang Simon: “Wir sollten nicht mehr nur die verfassten Kirchen durchdringen, sondern auch neuen Wein in neue Schläuche gießen”. Gemeint war die Bildung neuer charismatischer Gemeinden außerhalb der etablierten Denominationen. Man verschwieg nicht Ermüdungs- und Verschleißerscheinungen, wertete sie aber als Indiz dafür, dass man jahrelang gearbeitet habe. Vom “Triumphalismus sei man weit entfernt”, zwar höre man einerseits von Goldfüllungen, andererseits aber auch von nicht geheilten Krebskranken in den eigenen Reihen. Diese Bemerkung von G. Keller war eine Anspielung auf jüngste Berichte aus Toronto, wo angeblich der Heilige Geist Zähne mit Goldfüllungen versehen haben soll. Natürlich hörte man auch Sätze wie “Ich bin unzufrieden, dass der prophetische Dienst zurückgewiesen wird [...] keine Propheten werden angestellt” (Ingolf Ellßel), aber zumindest im Plenum trat man gemäßigt auf. 5. “Ökumene des Glaubens” Während man in Holland von der “Ökumene des Herzens” schreibt und spricht (vermutlich eine Anspielung auf den Abfall des Ex-“Exklusiven” W.J. Ouweneel - Anm. T.J.S.), war in Nürnberg die Rede von der “Ökumene des Glaubens” und der “spirituellen Ökumene” (R. Cantalamessa), die von denen gebildet wird, die “Jesus als Sohn Gottes” und “Jesus als Herrn” bekennen. Dieser Glaube begünstige auch den “Dialog mit anderen Religionen”. 6. “Unser Bruder im Vatikan” - Raniero Cantalamessa Wie erwähnt war der Prediger des Papstes die Persönlichkeit, die am meisten beeindruckt hat. Friedrich Aschoff, der Vorsitzende des GGE, bezeichnete sein Auftreten als “Highlight ersten Ranges”. Sein freundliches, bescheidenes und gewinnendes Auftreten in der Franziskanerkutte, sein in deutscher Sprache gelesener Vortrag strahlte “ökumenische Spiritualität” aus und begeisterte das Publikum. Ein besseres Aushängeschild für den Vatikan kann man sich nur schwer vorstellen. Er wurde von Rudi Pinke unter Beifall vorgestellt als “unser Bruder im Vatikan, der wöchentlich dem Papst und den Kardinälen das Wort Gottes predigt”. In seiner Ansprache schilderte er zunächst seine bisherige Lebensgeschichte, die ich hier kurz skizzieren möchte: Studium der Theologie in den Jahren 1954-59. Seine theologischen Gegner waren die Protestanten. Danach Promotion in Freiburg/ Schweiz. Das 2. Vatikanische Konzil war für ihn wegbereitend. Man sprach nun von den Protestanten als den “getrennten Brüdern” und schließlich von “Brüdern”. Seine Haltung zu den Christen anderer Konfessionen hätte sich aber nicht aufgrund theologischer Erkenntnisse geändert, sondern durch die Erfahrung der “Geistestaufe” 1977 in den USA. R. Cantalamessa lehrte als Theologieprofessor in Mailand und bekam 1979 die Erlaubnis, den Lehrstuhl aufzugeben, um als Verkündiger umherzureisen. Im Vatikan, am “Grab des Petrus”, habe er um die “Gabe des Glaubens” gebetet und wenige Monate später sei er zum Hofprediger des Papstes berufen worden, um zu bestimmten Zeiten dem Papst und den Kardinälen zu predigen. 1984 habe der Pfingstprediger David du Plessis einen Vortrag von ihm zum Thema “Die Kirche - das Sakrament der Einheit” gehört und ihn dann als Vertreter des Vatikans für den katholisch-pfingstlerischen Dialog vorgeschlagen. 10 Jahre habe er an den Konsultationen teilgenommen und dabei erlebt, wie sich die Gesichtspunkte auf beiden Seiten verändert hätten. Schließlich sei er auch in das vom Papst ausgerufene “Jahrzehnt der Evangelisation” einbezogen worden. Nach Aufgabe seines Lehrstuhles habe er Luther entdeckt und schätzen gelernt. Dessen Bücher stünden für ihn griffbereit und der Papst habe durch ihn die Worte Luthers gehört. 7. Ein Schaf im Wolfspelz - oder ein Wolf im Schafsfell? Als Raniero Cantalamessa schließlich in seinem Vortrag an die Lutheraner appellierte, die “Verkündigung der Rechtfertigung aus Glauben nicht aufzugeben”, waren sicher auch die letzten Bedenken der wenigen Skeptiker auf diesem Kongress ausgeräumt, die dann auch keine Bauchschmerzen bekamen, als er Papst Paul II. für sein Vorbild dankte. Da der Verdacht nahe lag, dass der Prediger des Vatikans aus taktischen Gründen seine Wertschätzung Luthers ausgedrückt habe, ohne seine Schriften wirklich gelesen zu haben, stellte ich ihm auf der Pressekonferenz die Testfrage, welche Schriften Luthers er für besonders wertvoll halte. Die Antwort kam umgehend: “Die Sonntagspredigten”, “Die Auslegung des Magnifikat”, “Die Vorrede zum Römerbrief” usw. Leider habe ich versäumt zu fragen, wie er z.B. Luthers Aufsätze “Vom unfreien Willen”, “Von der Gewalt und Obrigkeit des Papstes” und “Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche” beurteilen würde. 8. Die große Verwirrung Der anglikanische Pfarrer Nicky Gumbel zitierte bei seiner Vorstellung der “Alpha-Kurse” laufend Papst Woityla, und der Prediger des Papstes drückte seine Hochachtung Martin Luther gegenüber aus, dessen Schriften für ihn immer griffbereit lägen. Hat sich Rom verändert, oder haben die Protestanten die Reformation vergessen? Wurde dem begeisterten Publikum in Nürnberg Sand in die Augen gestreut, oder spiegelten die Hauptredner den Geist der “neuen Toleranz” unserer lauwarmen, postmodernen Christenheit wider, die keine verbindliche, absolute Wahrheit mehr kennt? Ist das die “spirituelle Ökumene”, die keine Dogmen mehr kennt und in der “Spiritualität” das einigende Element ist? Cantalamessas ausdrückliche Warnung vor einem “falschen Fundamentalismus”, der die Bibel ohne entsprechende Hermeneutik wörtlich nehme, als hätte sie “niemand vorher gelesen”, hätte jeden aufmerksamen Zuhörer alarmieren sollen. Aber die Tragweite dieser Warnung wurde - so fürchte ich - nicht wahrgenommen. Dem Vatikan ist in Nürnberg ein Meisterstück gelungen und die Protestanten haben eifrig applaudiert. |
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Pater Raniero Cantalamessa an der EXPLO `97 von Campus für Christus in Basel/ Schweiz |
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(Foto: © by Reinhard Möller, 1997) |
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Evangelische Kirche verkommt zur Service-Station des Zeitgeistes “Gottesdienst” in der Ev. Andreas-Kirchengemeinde in Niederhöchstadt nahe Frankfurt: Hochgewachsene Jugendliche in schwarzen Anzügen spielen die Bodygards von Gerhard Schröder. Eine Band spielt Herbert Grönemeyers Achtziger-Jahre-Hit “Kinder an die Macht”. Pfarrer Fabian Vogt predigt zum Thema “Was würde Jesus zu Gerhard Schröder sagen?”: In 10 000 Metern Höhe, so Vogt, steigt Jesus zum Bundeskanzler ins Flugzeug. “Herzlichen Glückwunsch, du hast etwas aus dir gemacht”, sagt der Heiland der Welt zu Schröder. “Menschen, die ihre Träume leben, sind mir sympathisch.” Menschen- und servicefreundlich auch das Beten im “Gottesdienst” der Andreas-Gemeinde. Jeder schreibt sein Anliegen auf einen Zettel. Ein Team erledigt den Rest in der Woche. Ende April “Auferstehungskirche” in Köln: Es wird eine Tanzperformance (Tanzhandlung) zum Thema “Hexen” aufgeführt. Im Programmzettel wird der Ablauf der Tanzvorführung so beschrieben: Die Handlung beginnt mit gregorianischen Gesängen, die in einen lodernden Scheiterhaufen übergehen. Sie endet mit einem Mord an den Hexen. Dazwischen entfaltet sich das harmonietrunkene Hexenparadies, in dem sich eine “weise Frau” als “Urmutter” “erdet” und die Hexen “bei Vollmondschein” “unbeschwert” den “Reisigbesen” reiten... Pfarrer Michael Kühne verteidigt das Hexenspektakel, das von einem Schul-Ensemble aufgeführt wurde, mit dem Argument, es sei eine Chance, mit Christen und kritisch distanzierten Menschen ins Gespräch zu kommen. Anfang April begrüßt die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen die “Hamburger Ehe”, mit der Schwule und Lesben sich auf dem Standesamt in ein Partnerbuch eintragen lassen können. Jepsen sieht in diesem Akt eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung von Homosexuellen. Auf der Landessynode der Badischen Kirche widerspricht der Theologische Referent der Kirchenleitung , der Oberkirchenrat Michael Nüchtern, der These, dass es in Deutschland zu einem Abbruch der christlichen Tradition gekommen sei. Das sehe man daran, so der ehemalige Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin, dass Bibeltexte in Werbespots vorkommen. Die meisten Menschen hätten eine positive Einstellung zum Christentum. Kommentar: Offensichtlich hat der (evangelische) Kabarettist Hans Dieter Hüsch recht, wenn er meint, GOTT sei gewiss längst aus der Kirche ausgetreten. (Quelle: TOPIC Nr. 5/99) |
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Immer mehr Teile der Christenheit schwenken auf Rom-Kurs Was gut ein Jahrtausend lang undenkbar schien, geschah Mitte Mai in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Der seit 945 andauernde Streit zwischen orthodoxer und römisch-katholischer Kirche wurde beigelegt. Papst Woityla und Patriarch “Teokist von Rumänien” gaben sich mehrfach “Bruderküsse” und tauschten als Zeichen der Ökumene die Abendmahls-Kelche aus. Durch diesen Akt ist die römisch-katholische Kirche ihrem Ziel, einer Aussöhnung mit der gesamten Orthodoxie, einen gewaltigen Schritt näher gekommen. Falls der Papst auch noch den scheinbar unversöhnlichen Alexi II., den Patriarchen von Moskau, auf Schmusekurs bringen kann, dann wäre das Wichtigste geschafft. Frei ist inzwischen auch der Weg zwischen Lutheranern und Katholiken. Beide Kirchen wollen gegenseitig anerkennen, dass der jeweils andere das Heil in Jesus Christus weitergibt. Dies bedeutet im Klartext: Durch Mitgliedschaft und Taufe in der katholischen Kirche werden Menschen zu “geretteten Christen”. Diesen Status erkennen praktisch auch die Pfingstler an. Im Charisma-Verlag in Düsseldorf ist jetzt ein kleines Buch (“Pfingstler und Katholiken im Dialog”/ ISBN 3-9803811-1-0) erschienen, das einen seit 25 Jahren andauernden Dialog zwischen Pfingstlern und Katholiken erstmals offenlegt und dokumentiert. Auch hier wird deutlich: Die internationale Kontaktgruppe aus prominenten Pfingstlern erkennt an, dass Menschen im Katholizismus ein ewiges Seelenheil erlangen können. Einer Evangelisation von Katholiken wird eine klare Absage erteilt (vgl. die überaus interessante Studie PROTESTANTS & CATHOLICS Do They Now Agree von John Ankerberg und John Weldon, Harvest House Publishers/ ISBN 1-56507-314-2). “Heil Rom”-Rufe auch in der anglikanischen Kirche. Eine offizielle “Anglikanisch-Römisch-Katholische Internationale Kommission” (ARCIC) hat vorgeschlagen, den Papst als geistliche Autorität anzuerkennen. Dies sei bei dem jetzigen Papst noch undenkbar, doch in Zukunft vorstellbar. Auch die Evangelikalen in Kanada haben den Schulterschluss mit Rom im Blickfeld. Die Evangelische Allianz in Kanada prüft derzeit eine engere Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Dies erklärte der Präsident der Allianz, Gary Walsh (Toronto), nach einem Besuch bei der katholischen Kirchenleitung in Ottawa. Jubelhymnen auf die Einheit in Vielheit auch auf dem Kongress charismatischer Bewegungen “Jesus 2000” in Nürnberg (ausführlicher Bericht darüber hier). Katholische wie evangelische Bischöfe beschworen die Einheit unter Christen, und in einem bewegenden Akt markierten sich zum Zeichen der Versöhnung katholische, evangelische wie evangelikale Persönlichkeiten und Pastoren ein Kreuz aus Öl in die Hand. Bei genauer Untersuchung der Einheitsbestrebungen innerhalb der Christenheit kristallisiert sich schnell heraus: Die römisch-katholische Kirche gibt ihre zum Teil unbiblischen Lehrpositionen nirgendwo preis. Der Rest der christlichen Welt steckt zurück, die Katholiken keineswegs. Dabei lässt man sich von einer falschen Vorstellung von Einheit blenden. Christen sind längst weltweit vereint durch den Glauben an Jesus Christus und durch die Liebe zur Wahrheit, die allein in GOTTES Wort verankert ist. Was jetzt eingeübt wird, ist die Toleranz gegenüber Irrlehren und Irrlehrern unter Losungen wie “Einheit in Vielfalt” oder “Hierarchie der Wahrheiten”: Es wird Einheit produziert zum Preis der Wahrheit! (Quelle: TOPIC Nr. 6/99) |
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28. Deutscher Evangelischer Kirchentag - ein Greuel vor GOTT Wie man anhand der unteren Auflistung unschwer erkennen kann, setzt sich der rapide Selbstauflösungsprozess des Protestantismus unaufhaltsam fort. Allmählich müsste schon für säkulare Soziologen die Frage interessant sein, wie es Christen in einem derart degenerierten und geistlich maroden Haufen wie der EKD überhaupt noch aushalten können. Dabei sind die unten stehenden Beispiele noch nicht einmal die krassesten... Da mutet das diesjährige Kirchentagsmotto 'Ihr seid das Salz der Erde' - vorausgesetzt man weiß, woher dieser Ausspruch entlehnt ist - wie eine schlechte Parodie von Johannes Kreuz & Co. an... Andererseits können wir daran erkennen, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis der HERR dem gottlosen Treiben auf dieser Erde ein jähes Ende bereiten wird - der erste Ökumenische Kirchentag soll übrigens schon 2003 stattfinden. Die Katholiken geben inzwischen auch wirklich ihr Bestes, um die "verirrten Brüder" wieder auf Romkurs zu bringen. Trefflich hat der Apostel bereits vor ca. 1900 Jahren angekündigt: “Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gewahrsam jedes unreinen Geistes und ein Gewahrsam jedes unreinen und gehassten Vogels...” - und an jene gerichtet, die sich noch in dieser Hure aufhalten, jedoch ernsthaft Christen sein wollen, heißt es: “... Geht aus ihr hinaus MEIN Volk, auf dass ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf dass ihr nicht empfangt von ihren Plagen; denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel und GOTT hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht...” (Offb. 18:1ff.).
Einige “Leckerbissen” aus dem Kirchentags-Programm: Religionen - Salz der Erde Die „Weltkonferenz der Religionen für den Frieden“ (WSRP) bemüht sich seit Jahren interreligiös um Toleranz und Zusammenarbeit, um Themen von konziliarem Prozeß und Weltethos, aber auch um gemeinsame Spiritualität. In der traditionellen WCRP-Gebetsstunde der Religionen kann deutlich werden, dass Gott Wahrheit und „Salz“ auch in anderen Religionen erwirkt. Mitwirkende: Bischöfin Maria Jepsen, Hamburg Dr. Albert H. Friedlander, Oberrabbiner, London/GB Mohammed Salim Abdullah, Direktor des Zentralinstituts Islam-Archiv, Soest Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen Saba Khabirpour, Generalsekretärin des Nationalen Geistigen Rates der Baha‘i in Deutschland e.V., Speyer Karl Schmied, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Buddhistischen Union, Fischbachau Yoganathan Putra, Stuttgart/Sri Lanka
Bibelarbeit und Koranmeditation im Trialog Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber, Berlin Dr. Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Eschweiler Prof. Jonathan Magonet, Rabbiner, Leo-Baeck-College, London/GB
Zu Tisch bitte! Ein dreigängiges Abendmahlsmenü - Quadratisch-Praktisch-Gutisch - Fit for Fett - Love Story. Die ultimative Fernsehshow
Werkstatt Feministischer Religionsunterricht Du Gott, Freundin der Menschen Gottesbilder Hanne Hermann, Lehrerin, Bietigheim-Bissingen Fiedegard Schwengler, Lehrerin, Schönaich
Die Kraft des Weiblichen erinnern Indische Göttinnen in ihrer Tradition Hildegard Weiler, Psychotherapeutin, Öhringen
Das Geheimnis der Masken Holzmasken gemeinsam mit einem balinesischen Künstler gestalten Kreativ-Workshop Gast: Nyoman Darsana, Indonesien Moderation: Berthold Dowerk, Pfarrer, Schwäbisch Hall
„UHU ist tot - Jesus klebt!“ (Graffito) Das Abendmahl, das Geld und die neuen Medien Performance und Vortragselemente mit Frieder Mann, Tänzer, Stuttgart Jörg Böttcher, Sprecher, Stuttgart Anja Hinz, Sprecherin, Stuttgart
Es bleibt spannend Zur Lage des gleichgeschlechtlichen evangelischen Pfarrerstandes Die schwul-lesbischen Konvente in der Ev. Kirche in Deutschland laden ihre lesbischen Kolleginnen und schwulen Kollegen ein zum Gespräch: Stand der Dinge - Ermutigung - Perspekiven.
Abschließend zum Thema Kirchentag noch ein Statement von Klaus Schmidt: “Obwohl ein Massenereignis - eigentlich keiner besonderen Rede wert. Denn der ins pure Antichristentum umgeschlagene und dämonisierte Protestantismus kann nur noch mit Römer 1,24 charakterisiert werden: 'Dahingegeben'. Für Gotteskinder stellt er gesteigerte Welt dar, von der sie sich unbefleckt erhalten sollen. Jammervoll darum, wenn es viele profilierungsbedachte Pseudo-Evangelikale nicht lassen können, diesem zweijährlich stattfindenden Festival ihre Aufwartung zu machen. Einige davon in alphabetischer Reihenfolge: Baptisten, Bengel-Haus, Brüderhaus Tabor, Bund Freier Evangelischer Gemeinden, Christoffel-Blindenmission, CVJM (Parzany), Heilsarmee, Herrnhuter und Johannes-Verlag. Nachzutragen Rolf Scheffbuch, dessen Beitrag 'Hoffnung in der Kirche - für die Kirche' betitelt ist - und dem als tiefschlafendem Träumer 'Gute Nacht, Herr Prälat i.R.' zugerufen werden darf. Die einzig nüchterne Erwartung besteht nämlich darin, daß der Herr selbst diese verfinsterte Einrichtung demnächst auflösen und als Unkraut ins Feuer werfen wird (Matthäus 13,24-30... [...] Was im normalen Leben schier unvorstellbar, gerät auf religiösem Sektor zur tragisch-komischen Wirklichkeit.” (Quelle: Wort zur Zeit, Nr. 4 - Juli/August 1999). |
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Justizkampagne gegen den Abtreibungsgegner Dr. Johannes Lerle wird fortgesetzt Im Februar berichteten wir über das Urteil der 8. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth anlässlich eines Strafprozesses gegen den vom Evangelium her motivierten Abtreibungsgegner Dr. Johannes Lerle aus Erlangen. Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte Revision eingelegt. Am 22. Juni 1999 hatte der 5. Strafsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts unter Mitwirkung des Vorsitzenden Richters Brießmann sowie der Richter Jaggy und Kehrstephan auf Antrag der Staatsanwaltschaft einstimmig beschlossen: “I. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 24. November 1998 wird als unbegründet verworfen.” Dies war nicht anders zu erwarten, da die Schutzwürdigkeit des ungeborenen Menschen in der postmodernen Gesellschaft mehr und mehr zur Disposition steht. Inzwischen wird ein neuer Strafprozess gegen Lerle angestrengt und zwar wegen angeblicher Beleidigung Theo Waigels. Anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung des damaligen Bundesfinanzministers in Fürth verteilte der Angeklagte Flugblätter mit dem Titel “Waigel für Tötungskapazitäten”. In den Flugblättern wurde daran erinnert, dass Dr. Waigel 1995 im Bundestag für ein Gesetz gestimmt hatte, das die Bundesländer verpflichtet, ein “ausreichendes Angebot” an Tötungskapazitäten für ungeborene Kinder “sicher”zu“stellen”. Waigel reagierte auf den politischen Gegner, indem er am 30.07.1998 Strafanzeige wegen Beleidigung stellte. Die Staatsanwaltschaft, die Weisungsempfänger von Waigels Parteifreunden ist, formulierte eine Anklageschrift. Dieser ist folgendes Zitat aus dem verfahrensgegenständlichen Flugblatt entnommen: “Indem auch Dr. Waigel andere beauftragt hat, Tötungskapazitäten bereitzustellen, wandelt er in den Fußtapfen des demokratisch gewählten Reichskanzlers Adolf Hitler, der ebenfalls andere beauftragte, Tötungskapazitäten bereitzustellen. Wie der nationalsozialistische Staat den `Achtungsanspruch´ seiner Schergen schützte, so schützen auch heute Richter den Ruf von solchen Kriminellen, die die Rückendeckung z.B. Dr. Waigels genießen.” Ort des Strafprozesses: Zimmer 2, Amtsgericht Fürth, Nürnberger Str. 18 (Alte Polizeidirektion) Zeit: Donnerstag, den 01.07.1999 um 14.00 Uhr Weitere Informationen über die bisherige Justizkampagne gegen Lebensschützer gibt es unter diesem Link |
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